Sylt

 

Das Ankommen.

Sylt kann sehr kalt sein im März. Kalt und schön. Nordisch schön. Ich bin in Hörnum, ganz in der Nähe des Rotweisen Leuchtturms, der abends wenn es dunkel wird seine Runden dreht. Sein Licht strahlt weit auf die Nordsee hinaus und es tut es seit über hundert Jahren. Alle paar Sekunden schickt er zwei Blitze aus, die die vorbeifahrenden Schiffe vor dem Unheil warnen sollen. Aber der Leuchtturm ist nicht mein erstes Ziel, nicht an diesem ersten Tag.

Als erstes gehe ich an den Strand. Ich lebe nicht am Meer, daher verspüre ich eine Sehnsucht nach dem Wasser, dem Strand, den Wellen. Ich glaube so ergeht es vielen die auf dem Land leben, fernab jeglichen Meeres. Ich reise viel, bin oft unterwegs aber auf das Meer freue ich mich immer besonders. Es gibt mir das Gefühl angekommen zu sein, egal wo ich gerade bin.

 

 

Ich setze mich in den Sand und ziehe meine Gummistiefel aus. Das Wasser hat nur 4 Grad, aber ich lasse es mir nicht nehmen, den Sand unter meinen Füssen zu spüren und einmal den Fuß in die frische Nordsee zu tauchen.

Abgesehen vor ein paar Möwen, ist der Strand leer, ich habe ihn für mich ganz alleine.Der Monat März scheint nicht gerade in die Hochsaison für Strand Liebhaber zu fallen. Ich gehe am Wasser entlang und entdecke im Sand nicht eine einzige Fußspur. Kilometerweit nichts weiter als ich und das Gefühl von absoluter Freiheit.

 

 

 

 

 

 

 

 

Und kaum etwas anderes lässt die Freiheit intensiver spüren als der Anblick des Meeres. Denn das Meer ist grenzenlos, es gehorcht keinem, es lässt sich nicht verplanen, nicht in Parzellen stückeln, nicht verkaufen. Vielleicht sind das die Gründe warum ich es so mag.

Irgendwann geht die Sonne unter und der Wind nimmt zu. Es kümmert ihn nicht, dass ich noch bleiben, schauen und verehren möchte. Sie scheinen sich zu ähneln, der Wind und das Meer. Sie agieren Hand in Hand und vertreiben mich aus ihrer Nähe.

Sylt hat diese Farben, die auch im März schon leuchten, die dieser Insel etwas Besonderes verleihen.

 

 

>>>Hier geht es zum zweiten Teil. Sylt Tag 2<<<

 

 

 

 

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